

Die Festung Königstein ist ein einzigartiger Zeuge europäischer Festungsbaukunst.
Über 750 Jahre Geschichte haben diese Wehranlage zu einem eindrucksvollen Ensemble von Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barock und des 19. Jahrhunderts werden lassen.

die Festung wird Betriebsgesellschaft mbH
und ist seit dem Jahr 2003 gemeinnützige GmbH (gGmbH)

die Festung Königstein geht in das Eigentum des Freistaates Sachsen über (Staatlicher Schlossbetrieb)
die 9,5 Hektar große Festungsanlage wird der Öffentlichkeit als militärhistorisches Freilichtmuseum zugänglich gemacht

der Königstein dient als Jugendwerkhof, in dem politisch unbequeme Jugendliche und solche, die infolge der Kriegswirren straffällig geworden sind, erzogen und ausgebildet werden

die Besatzung übergibt das Kommando den französischen Kriegsgefangenen; später wird das Gefangenenlager von einer amerikanischen Sondereinheit evakuiert und die Festung von der Roten Armee besetzt, die auf dem Königstein ein Lazarett einrichtet

dem französischen General Henri Giraud gelingt die Flucht aus dem Offiziersgefangenenlager
Kriegsgefangenenlager zunächst für polnische Gefangene, später für französische Generale und Offiziere

Einrichtung eines Reichswehrkurlazaretts
Kriegsgefangenenlager für russische und französische Offiziere und Soldaten

Streichung der Kommandantenstelle aus dem Militäretat und Aufhebung des Festungscharakters

nach der Reichsgründung wird der Königstein als einzige sächsische Anlage in das gesamtdeutsche Festungssystem eingegliedert und erhält wieder eine sächsische Garnison

während des Deutsch-Französischen Krieges erstmals Nutzung als Kriegsgefangenenlager

nach dem für Sachsen verlorenen Preußisch-Österreichischen Krieg muss der Königstein an einen preußischen Kommandanten übergeben werden und erhält eine preußische Besatzung

während des Maiaufstandes in Dresden dient der Königstein erneut als Zufluchtsort für die sächsische Königsfamilie; nach der Niederschlagung des Aufstandes nimmt er die verhafteten Revolutionäre als Gefangene auf
einzige "Erstürmung" der Festung durch den Schornsteinfegergesellen Sebastian Abratzky

im Ergebnis des Wiener Kongresses verliert Sachsen große Teile seines Territoriums; der Königstein bleibt als einzige sächsische Landesfestung bestehen

Napoleon inspiziert die Festung Königstein

Sachsen wird Königreich von Napoleons Gnaden und der Königstein Rheinbundfestung

zu Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756-63) Gefangennahme der sächsischen Armee auf der Ebenheit am Lilienstein; der Kurfürst und sein Hofstaat haben sich auf dem Königstein in Sicherheit gebracht; die Festung wird für neutral erklärt
Besuch des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. von Preußen und seines Sohnes, Kronprinz Friedrich (später König Friedrich II.)
stellen Böttcher und Küfer auf Wunsch Augusts des Starken das größte Königsteiner Weinfass (238.000 Liter) fertig, das bis 1818 im Keller der Magdalenenburg stand; damit besiegt er den Kurfürsten von der Pfalz im Wettstreit um den Bau des größten Weinfasses (das Gegenstück dazu steht heute noch im Schloss Heidelberg)

zweiter Besuch des russischen Zaren

erster Besuch von Zar Peter I.
weitere berühmte Festungsgefangene sind:
1706/07 Johann Friedrich Böttger, Miterfinder des europäischen Porzellans
1849 der russische Revolutionär Michail Bakunin
1874 der Sozialdemokrat August Bebel
Bis 1922 ist der Königstein das gefürchtetste Staatsgefängnis Sachsens.
wird der erste Staatsgefangene, Kanzler Dr. Nikolaus Krell, auf den Königstein gebracht
befiehlt Kurfürst Christian I. den Ausbau der Burg zur Landesfestung; bis 1594 entstehen u. a. das Torhaus, die Streichwehr, die Alte Kaserne, die Christiansburg (Friedrichsburg) und das Alte Zeughaus; in den folgenden Jahrhunderten werden die Verteidigungsanlagen immer wieder auf den neuesten Stand gebracht, sodass es kein Feind wagt, die Festung anzugreifen; auf Grund der militärischen Uneinnehmbarkeit des Königsteins suchen die sächsischen Landesherren in unruhigen Zeiten hinter den dicken Mauern Zuflucht und bewahren hier Kunstschätze und den Staatsschatz auf; wegen seiner landschaftlich reizvollen Lage ist der Königstein auch beliebtes Ausflugsziel des Hofes und Veranstaltungsort für zahlreiche Feste
auf Befehl des Kurfürsten August wird unter Leitung des Freiberger Bergmeisters Martin Planer der mit 152,5 Metern tiefste Brunnen in Sachsen abgeteuft (die gesicherte Wasserversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für den Festungsbau)
beziehen zwölf Cölestinermönche und ein Prior das von Herzog Georg dem Bärtigen gegründete "Kloster des Lobes der Wunder Mariae" auf dem Königstein, das bis 1524 besteht

mit dem Vertrag zu Eger wird dieser Zustand rechtlich fixiert

während der Dohnaischen Fehde gelangt die Anlage in den Besitz der Wettiner (sächsisches Herrschergeschlecht)
erste vollständige Bezeichnung "Königstein" in der Oberlausitzer Grenzurkunde, die Wenzel I. "in lapide regis" (lat.: auf dem Stein des Königs) siegelt

älteste schriftliche Erwähnung einer Burg auf dem Königstein; in einer Urkunde König Wenzels I. von Böhmen wird ein "Burggraf Gebhard vom Stein" genannt; die mittelalterliche Burg gehört zum böhmischen Königreich