Ausstellungen in der Georgenburg

Der Kurzfilm in der Ausstellung wurde bei den Corporate Media & TV Awards mit dem Silbernen Delphin ausgezeichnet.

Gefangen auf dem Königstein

Wie viele andere Festungen in Europa diente die Festung Königstein als Staatsgefängnis. Parallel dazu gab es hier weitere Haftanstalten, für Bau-, Militär- und Kriegsgefangene. Die neue Ausstellung „Gefangen auf dem Königstein“ zeigt diese Geschichte und die Schicksale der Inhaftierten von 1588 bis 1922. Berühmte Insassen des Staatsgefängnisses waren zum Beispiel Johann Friedrich Böttger, Miterfinder des europäischen Porzellans und der Sozialdemokrat August Bebel.

Die dramatische Ankunft eines in Ketten gelegten Gefangenen auf dem Königstein zeigt ein Kurzfilm. Dieser wurde bei den Corporate Media & TV Awards 2018, einem internationalen Festival für Unternehmensfilme, Online-Medien und TV-Produktionen, mit dem Silbernen Delphin ausgezeichnet.

Eine Medienstation ermöglicht Recherchen zu circa 1.000 dokumentierten Gefangenen. Neben deren Namen kann man sich hier über ihre Herkunft, besondere Vorkommnisse und ihre Verpflegung während der Haft sowie  über die Gründe, die zu ihrem Arrest auf dem Königstein geführt haben, informieren.

Für kleine Besucher sicherlich besonders spannend: Eine Zelle mit Baugefangenen von 1790 und eine Wachstube – beide mit lebensgroßen Figuren versehen! In beiden Räumen können Besucher Gesprächen der Gefangenen und Soldaten lauschen.

Bau- und Nutzungsgeschichte der Georgenburg

Im Durchgangsbereich vom Hof der Georgenburg zur Georgenbastion befindet sich eine neue Dokumentation zur Bau- und Nutzungsgeschichte der fast 400 Jahre alten Johann-Georgenburg und ihrer Vorgängerbauten. Ein Architekturmodell der spätgotischen Burg um 1500, Texte, Fotos und ein virtueller Film zeigen die bewegte Vergangenheit des Gebäudes – von der mittelalterlichen Königsburg über das kurfürstliche Jagdschloss und das Staatsgefängnis bis hin zum Wohn- und Verwaltungsgebäude.

Die Festung Königstein um 1900

Die Hofestube aus dem 16. Jahrhundert und ihr Vorraum sind erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich! Hier zeigt eine Fotoausstellung das Alltagsleben auf dem Königstein um 1900. Höhepunkt ist die rund 100 Jahre alte, von Hand zu betreibende Wäschemangel, die noch nach 1955 von den Festungsbewohnern genutzt wurde.

Museumspädagogisches Begleitprogramm „Durch die Mangel gedreht“ – ab September 2018

Video-Trailer zur Ausstellung

Zur Einstimmung in das Thema „Festungshaft“ läuft im ersten Ausstellungsraum ein Kurzfilm, der die Ankunft eines Gefangenen im Jahre 1849 schildert. Als Vorlage dienten die Lebenserinnerungen von August Röckel, der von 1843 bis zu seiner Verhaftung Musikdirektor am Königlichen Hoftheater in Dresden war.
Mehr zur Entstehung dieses Films im Festungstagebuch: „Making of“ des Films zur Festungshaft

Hinweis: Das hier gezeigte Video zeigt Ausschnitte des Kurzfilms, der in der Ausstellung zu sehen ist.