Giraud kam im Mai 1940 als Kriegsgefangener in das Offizierslager IV B auf den Königstein. Ab September 1940 bereitete er seine Flucht vor, besorgte sich Zivilkleidung, deutsches Geld und einen gültigen Zugfahrplan. Zusammen mit zwei Eingeweihten knüpfte er ein Seil aus Paketstricken und verstärkte es durch Telefondrähte. Mit Hilfe eines Codes, den in die Heimat entlassene Generäle seiner Frau übermittelten, wurde die Flucht auch von Frankreich aus vorbereitet. Am 17. April1942 ließ sich Henri Giraud von zwei Mitgefangenen durch eine Schießscharte abseilen und wanderte dann nach Bad Schandau. Dort wartete ein Helfer mit gefälschtem Ausweis auf ihn. Mit dem Zug fuhr Giraud quer durch Deutschland und nach sechs Tagen erreichte er die neutrale Schweiz.
Beiträge im Festungstagebuch