Bernd Walther

Rote Brücke

Zum Schutz des einzigen Zugangs der Festung wurde 1792 unterhalb der Südwestseite der erste Trockengraben geschaffen. Über diesen führte eine Holzbrücke, im Kriegsfall schnell abzutragen. Der Name des Sperrwerks bezieht sich auf das Backstein-Mauerwerk. Schießscharten und ein Sperrkamm aus Eisenspitzen verstärkten die Wehrhaftigkeit.

1886 ersetzte man die einfache Brücke durch eine Wippbrücke: Die unteren Eisenholme wurden nach hinten verlängert und mit Gewichten versehen. Diese sind auf das vordere Gewicht der Brücke abgestimmt. Mit einem Hebel können die hinteren Holme mit den Gewichten gelöst werden. Sie fallen dann nach unten und die vordere Brücke wippt schnell nach oben.

Vorführung der Funktionsweise

Am Internationalen Museumstag 2022 führte der Festungsverein Königstein e.V. die Funktionsweise der Wippbrücke vor.

Youtube-Videoclip

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