Das sächsische Artilleriesystem M1766: Material und Einsatz 1766 - 1814

Jörg Titze referiert über das sächsische Artilleriesystem M1766, welches in in Zeit zwischen 1766 bis 1814 zum Einsatz kam.



Geschwindschusslafette eines leichten 4-Pfünders 1766 Festung Königstein gGmbH

Fachvortrag mit Jörg Titze

Nach dem Ende des für Sachsen sehr verlustreichen Siebenjährigen Krieges befand sich die sächsische Armee in einem desolaten Zustand und musste ab 1763 wieder neu aufgebaut werden. Dabei erfolgte gleichzeitig eine Reorganisation des Heeres, was mit zahlreichen Neuerungen verbunden war. So auch bei der Artillerie, die bei ihrem Wiederaufbau nicht nur vermehrt wurde, sondern auch viele neu entwickelte Geschütztypen erhielt.

Das dabei 1766 neu entstandene Artilleriesystem wurde in allen folgenden Feldzügen, angefangen beim Bayerischen Erbfolgekrieg 1778, in den Feldzügen 1806 gegen Frankreich, 1807 gegen Preußen und 1809 gegen Österreich verwendet. Auch nach der erneuten Reorganisation der sächsischen Armee im Jahr 1810 und der damit verbundenen Neuausrüstung der Artillerie, fand das „alte Material“ noch in allen weiteren napoleonischen Feldzügen von 1812 bis 1814 Verwendung.

Über den Referenten: Jörg Titze

Jörg Tietze (Jahrgang 1961) aus Doberschütz und diplomierter Elektrotechniker, beschäftigt sich seit 1976 mit Zinnfiguren. Er hat an der Erarbeitung und Erstellung großer Zinnfigurendioramen wie z. B. die „Völkerschlacht bei Leipzig, 18.10.1813, südliches Schachtfeld“ (Torhaus Leipzig-Dölitz), die „Sächsische Kürassier-Brigade am 7.9.1812 bei Borodino“ (Militärhistorisches Museum der Bundeswehr Dresden) und die „Sächsische reitende Artillerie 1812/13“ (Militärhistorisches Museum Neusorge) mitgewirkt.

Seit 1980 war er Mitglied in vielen Reenactment-Gruppen, u. a. „Sächsische Artillerie“ sowie „Französisches 6. leichtes Infanterie-Regiment“ und ab 1989 ist seine Stammformation das „Sächsisches Infanterie-Regiment Churfürst / 1. leichtes Regiment“. Dafür hat er jahrelang, besonders in Archiven, zur Geschichte der sächsischen Armee geforscht und seit 1987 zahlreiche Schriften und Quellenausgaben, besonders über die napoleonische Zeit, veröffentlicht.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Jahresprogramms des Festungsverein Königstein e.V. statt und ist im regulären Festungseintritt inklusive.

Veranstaltungsort: Hornkasematten

Festung Königstein gGmbH
01824 Königstein

Telefon: +49 (0)35021 64 607
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Öffnungszeiten

April - Oktober 9 - 18 Uhr
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